In einem Wort
November 8, 2009Eine Lektion Semantik
September 19, 2009»Aber bei den “Vorsorge”-Untersuchungen, zu denen wir immer wieder aufgefordert werden, handelt es sich in Wirklichkeit um Früherkennungs-Untersuchungen.«
Was der Unterschied zwischen Vorsorge und Früherkennung ist, erklärt Dr. med. Bernd Hontschik für die Frankfurter Rundschau.
Was ist eigentlich Identität?
August 26, 2009Warum viele auf Identitätsmanagement abfahren und sich davon einen Sicherheitsgewinn erhoffen, habe ich mich schon früher gefragt. Ein Teilproblem dabei: was ist eigentlich die Identität einer Firma oder Organisation? Warum das ein Problem ist, illustrieren jetzt ausgerechnet Verbraucherschützer, die uns beim Schutz vor Phishing helfen möchten. Sie geben die üblichen Tipps – und illustrieren ihre Erklärung über SSL ausgerechnet mit einer URL-Zeile der Dresdner Bank:

Die ist seit kurzem eine Marke der Commerzbank, und das zeigt der Browser auch an. Formal ist das völlig korrekt, aber dem Bankkunden hilft diese zertifizierte Identitätsinformation nur bedingt weiter. Oder gelten SSL-Zertifikate nur in Verbindung mit Nachrichten aus dem Wirtschaftsteil?
Übrigens muss der arme Nutzer nicht nur zwischen Unternehmen und Marken unterscheiden, sondern auch zwischen echten und weniger echten Warnungen. Wer bei der Adresseingabe das Präfix www vergisst, dem macht die Technik unnötig Angst:

Auch dies ist formal völlig korrekt, hilft dem Nutzer aber nicht weiter. Er kann aus solchen Beobachtungen kein einfaches, konsistentes Sicherheitsmodell entwickeln. Verbraucherportale mit wohlmeinenden Tipps ändern daran nichts und lösen deshalb auch das Problem nicht.
»Minister Tatenlos«
August 21, 2009Schäublone-Erfinder Dirk Adler im Interview (via Isotopp) über die mutmaßlichen Motive des Innenministers:
»Ich glaube, er fürchtet sich davor nach einem Terroranschlag hier in Deutschland als Minister Tatenlos da zu stehen. Seine Verantwortung für die Sicherheit treibt ihn an alle möglichen Hebel in Bewegung zu setzen, ob sie nun die richtigen sind oder nicht.«
Ich nenne das mal vorläufig Visible Precaution Bias und meine damit die bereits früher beschriebene Tendenz verantwortlicher Amtsträger, sichtbar Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, auch wenn diese Maßnahmen objektiv keinen Sinn haben.
Kennt jemand Ansätze im Risikomanagement, die solche Effekte berücksichtigen und systematisch korrigieren?
In einem Wort (mit Zugabe)
August 14, 2009(Die Slashdot-Crowd hat die Meldung dazu mit skinnerbox getaggt. Passt.)
Posted by Sven Türpe
Posted by Sven Türpe
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