The Man Who Stare at Goats

October 25, 2009

Jon Ronson has found a way of writing a commedy about torture and warfare. Best thing about it – many of the ideas behind it like many of the non-lethal weapons are real. Funny, isn’t it? Here some of the ideas.

Subliminal Sound Weapon

LED-Flashlight

Dangerous Microwaves

Grotesque Weaponry

The Hippies behind it


Haushaltstipp

October 22, 2009

Sicherheitshinweise verlangen oft umständliche und aufwändige Verhaltensweisen, die im Alltag stören. Unser Tipp: Befolgen Sie die Regeln nur jedes zweite Mal. So können Sie Usability und Sicherheit vereinen. Sie bekommen von jedem ein bisschen.


Häh?

September 16, 2009

Kann mir jemand sagen, ob ich das möchte? Oder weiß wenigstens jemand, unter welchen Umständen so eine Meldung typischerweise zustandekommt? Der Text klingt ein wenig schräg, und der Hilfe-Button ist nur Dekoration.

Ein neues Update für die Sicherheitseinstellungen ist unter Adobe Systems verfügbar. Möchten Sie es jetzt installieren?


Spurensuche

September 2, 2009

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Neue Regeln für Radfahrer, dabei hat doch eine neue Studie gerade enthüllt, dass sich die Radfahrer noch nicht mal an die alten halten und Regelverstöße absichtlich begehen. Vielleicht hat man deshalb jetzt die Regeln auch eher gelockert. Das nennt man dann bedarfsgerechte Gesetzgebung.


Car-Security

August 28, 2009

Yesterday I visited the CAST-Workshop on mobile security for intelligent cars, which ended with a very interesting discussion that illustrated the complexity of the problem and raised many interesting questions. First the speakers gave a good overview over the main research areas and important projects like Evita or SIM-TD, which is said to be the biggest field test world wide, that focusses on car-2-x-communication. Everybody agreed on the main distinctions (Safety vs. Security; in-car communication, car2car communication, etc.) and privacy issues were the main topic. As Frank Kargl  from the University of Ulm pointed out, the car has a strong connection to its owner and its movements might tell a lot about the individual. Already privacy concerns have entered the car world, because navigation tools send home gps information and companies like Tom Tom generate a large data collection.

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Was ist eigentlich Identität?

August 26, 2009

Warum viele auf Identitätsmanagement abfahren und sich davon einen Sicherheitsgewinn erhoffen, habe ich mich schon früher gefragt. Ein Teilproblem dabei: was ist eigentlich die Identität einer Firma oder Organisation? Warum das ein Problem ist, illustrieren jetzt ausgerechnet Verbraucherschützer, die uns beim Schutz vor Phishing helfen möchten. Sie geben die üblichen Tipps – und illustrieren ihre Erklärung über SSL ausgerechnet mit einer URL-Zeile der Dresdner Bank:

Dresdner Commerzbank Privat oder so

Die ist seit kurzem eine Marke der Commerzbank, und das zeigt der Browser auch an. Formal ist das völlig korrekt, aber dem Bankkunden hilft diese zertifizierte Identitätsinformation nur bedingt weiter. Oder gelten SSL-Zertifikate nur in Verbindung mit Nachrichten aus dem Wirtschaftsteil?

Übrigens muss der arme Nutzer nicht nur zwischen Unternehmen und Marken unterscheiden, sondern auch zwischen echten und weniger echten Warnungen. Wer bei der Adresseingabe das Präfix www vergisst, dem macht die Technik unnötig Angst:

https://dresdner-privat.de

Auch dies ist formal völlig korrekt, hilft dem Nutzer aber nicht weiter. Er kann aus solchen Beobachtungen kein einfaches, konsistentes Sicherheitsmodell entwickeln. Verbraucherportale mit wohlmeinenden Tipps ändern daran nichts und lösen deshalb auch das Problem nicht.


Vielen Dank, …

August 21, 2009

Risikoperspektive

August 11, 2009

Über die Tipps des Auswärtigen Amtes zur Redution des persönlichen Terrorrisikos wollte ich mich auch noch lustig machen. Muss ich aber nicht, denn Burkhard Müller-Ullrich hat über diese CYA-Aktion bereits alles gesagt:

»Nochmal zum Mitschreiben: Das Außenministerium rät Mallorca-Urlaubern, Menschenansammlungen zu meiden. Man fragt sich, ob der Verfasser dieses Ratschlags schon mal auf Mallorca war und was er sonst noch von der Welt weiß.«

(Die Achse des Guten: Menschenmassen meiden!)

Tatsächlich geht es wohl gar nicht gar nicht darum, brauchbare Sicherheitshinweise zu geben. Das wäre weder nötig noch praktikabel, denn das persönliche Risiko ist auch nach den Knallfröschen vom Wochenende gering und jede weitere Reduktion mit übergroßen Kosten verbunden. Aber ein zuständiges Amt traut sich nur selten, einfach mit den Schultern zu zucken und unvermeidliche Risiken auf sich beruhen zu lassen. Irgendetwas muss man vorher tun, damit einem später keiner vorwerfen kann, man habe nichts getan. Risikointuition nennen wir das, und sie ergibt sich stets aus der persönlichen Perspektive des Handelnden. Wobei der Begriff Intuition vielleicht falsch ist, denn der Kern des Problems ist nicht die intuitive Bewertung des Risikos, sondern dessen Betrachtung aus der individuellen Perspektive.


Internet helpdesk

July 31, 2009

(direct, via)


Icons sind Glückssache

July 24, 2009

Icons sind Glueckssache

Keine Paerchen im Fahrstuhl


SOX – the new security standard

June 10, 2009

Sock security has been troubling me for a long time. Endless sundays I have spent with the fight against the single sock syndrom. But those days are over. Thanks to a colleague I have discovered sockstar, the revolutionary tool to improve the lower department of your wardrobe-BCM – a simple thing that just does what it should, if you manage to integrate it into your business processes… [end of commercial] http://www.sockstar.de/


Mehr Spaß mit SSL (in Firefox 3)

June 8, 2009

Dieser Tipp ist nicht neu, aber mein Leidensdruck war nicht so groß, dass ich aktiv danach gesucht hätte. Das Verhalten von Firefox bei formal ungültigen SSL-Zertifikaten lässt sich etwas weniger nervig gestalten:

  • about:config aufrufen
  • browser.xul.error_pages.expert_bad_cert auf true setzen
  • browser.ssl_override_behavior auf 2 setzen

(gefunden hier, Erklärung da).

Damit spart man sich ein paar unnötige Mausklicks.


Damit ich nicht auf dumme Gedanken komme

May 29, 2009

Google schlägt seinen Benutzern gleich beim Eintippen populäre Suchbegriffe vor:

Google Suggest: Pork

Aber nicht für alle Eingaben:

Google Suggest: Porn

An fehlenden Daten dürfte das kaum liegen.


Compliance leicht gemacht

May 26, 2009

Microsoft hat den .NET Messenger für Nutzer in Kuba, Syrien, Iran, Sudan und Nordkorea gesperrt. Diese Länder unterliegen einem Embargo der Vereinigten Staaten; US-Firmen dürfen mit ihnen keine Geschäfte machen. Manche finden das hirnrissig (das ist es auch, aber es ist Gesetz), während andere die Umsetzung für hirnrissig halten. Microsoft benutzt nämlich einfach die im Profil hinterlegte Landeseinstellung des Nutzers, und die ist frei wählbar.

Diese Implementierung ist aber nicht hirnrissig, sondern vollständig rational und typisch für Compliance-Probleme. Security dreht sich um die Lösung eigener Probleme, die Durchsetzung eigener Interessen mit technischen und organisatorischen Mitteln. Diese Mittel sollen – im Rahmen des jeweils vertretbaren Aufwandes – effektiv sein, also böswillige Angriffe tatsächlich abwehren. Dabei besteht ein direkter Zusammenhang zwischen den erwarteten Schäden durch Angriffe und dem vertretbaren Aufwand.

Compliance hingegen erfordert die Wahrung fremder Interessen, auferlegter Regeln und Anforderungen. Zu eigenen Interessen eines Unternehmens werden sie erst aufgrund angedrohter Zwangsmaßnahmen. Effektivität ist auch hier das Ziel, aber maßgeblich sind nun nicht mehr die direkten Auswirkungen, sondern die angedrohten. Die sind willkürlich festgelegt.

Ein Unternehmen, das Compliance erzielen möchte beziehungsweise muss, wird deshalb jeweils zum einfachsten und billigsten Mittel greifen, das die angedrohten Zwangsmaßnahmen genügend zuverlässig abwehrt. Dieses Mittel muss keinen realen Effekt haben. Es muss lediglich die Kontrolleure zufriedenstellen. Die Lösung von Microsoft für das Compliance-Problem des Messengers leistet dies vermutlich.

Das tatsächliche Problem ist damit vorerst gelöst. Ob Kubaner, Sudanesen oder Nordkoreaner mit dem .NET Messenger chatten, ist dagegen nur ein Scheinproblem. Ohne Compliance-Zwänge wäre es Microsoft einfach egal. Aus geschäftlicher Sicht gäbe es keinen Grund darüber auch nur nachzudenken.


Phishing Scams in Plain English

April 3, 2009

Die PrivacyBox

March 22, 2009

Kryptologie-Nerds mit ausgeprägter Paranoia dürfte die Lösung nicht überzeugen, weil sie grundsätzlich niemandem trauen und jeder hinter ihnen her ist, aber die Idee ist trotzdem gut:

»Die PrivacyBox soll es in erster Linie Journalisten, Bloggern und anderen Publizierenden ermöglichen, eine vorratsdatenfreie (und auch anonyme) Kontaktmöglichkeit für Informanten anzubieten. Sie steht aber auch weiteren Interessierten offen.«

Die PrivacyBox stellt als Grundfunktion gerichtete anonyme Kommunikation über ein Web-Interface zur Verfügung. Der Empfänger ist nur durch ein Pseudonym gekennzeichnet, der Sender liefert seine Nachricht über ein Web-Formular ab. Krypto-Voodoo mit TOR und PGP ist optional möglich, wird aber nicht erzwungen. Das ist Sicherheit für normale Menschen. Wir brauchen mehr davon.


?

March 11, 2009

Acrobat bittet um etwas Zärtlichkeit

(vgl. auch: Yes)


Starke Passworte

March 8, 2009

Ein Nachtrag zu meinem Passwort-Post neulich:

Im aktuellen Risks Digest 25:60 findet sich ein Hinweis auf ein Paper mit dem Titel Do Strong Web Passwords Accomplish Anything? das ähnlich argumentiert und außerdem die unterschiedlichen Perspektiven einzelner Nutzer und einer ganzen Organisation betrachtet. Die Autoren weisen am Ende aber auch darauf hin, dass ihr Paper nicht dazu gedacht ist, Verhaltensregeln für Benutzer abzuleiten.


Nicht klicken

February 12, 2009

In einem Wort

February 12, 2009

Willkürliches Herumgeschubse

February 10, 2009

Wohlmeinende Sicherheitshinweise finden wir allerorten. Oft sind sie  nur deshalb entstanden, weil jemand gezwungen war, sich zum Thema zu äußern. Wozu das führt, wissen wir seit Harry G. Frankfurt sehr gut und offensichtlich wird es, wenn sich die Hinweise direkt widersprechen.

Kinder sollten Internetseiten niemals direkt ansurfen, indem sie die Adresse in den Browser eingeben, lernen wir heute. Fein, aber wenn sie dann erwachsen sind, dann sollen sie die URL fürs Online-Banking immer direkt eingeben. Und nun? [Oliver, Du hast doch Kinder. Wie würdest Du ihnen das erklären? :-) ]

Sicherheitshinweise können zu sinnvollem Verhalten auffordern oder von weniger sinnvollem abraten: »Legen Sie im Auto den Sicherheitsgurt an!« oder: »Versuchen Sie nie, schlauer zu sein als die Bahnschranke!« Dagegen ist nichts zu sagen,außer dass man die Wirkung nicht überschätzen sollte. Sicherheitshinweise werden nicht nur nicht gelesen, sie setzen auch an der falschen Stelle an. Sicherheitshinweise vermitteln Wissen, aber keine Fähigkeiten, Regeln oder Gewohnheiten und sind deshalb ungefähr so wirksam wie das Lesen eines Kochrezeptes gegen den Hunger.

Darüber hinaus können Sicherheitstipps auch eine Ausrede sein, eine Ausrede dafür, dass man dem Benutzer willkürlich Aufgaben zuweist. Das machen wir in der IT-Sicherheit gerne, wenn wir am Ende unserer Weisheit angelangt sind oder die Lehrbuchwelt von Alice und Bob mit der Realität verwechseln. Dann verfügen wir schon mal, der Benutzer unseres Systems habe auf kleine gelbe Schlösser zu achten und aus eigenem Antrieb SSL-Zertifikate zu prüfen, obwohl ihm das Arbeit macht und für den Erfolg seiner Interaktion mit dem System völlig bedeutungslos ist.


Fünf Zeichen sind (manchmal) genug

February 9, 2009

Kaum etwas aus der IT-Sicherheit hat sich so weit verbreitet wie die Regeln für die sichere Passwortwahl. Das ist gut, obwohl es viele nicht davon abhält, trotzdem ein leicht erratenes Trivialpasswort zu verwenden. Einige Details allerdings sind dabei auf der Strecke geblieben, was zuweilen zu Verwirrung führt. Zwei typische Missverständnisse:

  1. Man kann die Sicherheit eines Passworts messen.
  2. Lang ist immer gut, kurz ist immer schlecht.

Das erste Missverständnis geht wohl darauf zurück, dass man nicht klar zwischen dem Prozess der Passwortwahl und dem Passwort als Ergebnis unterscheidet. Ein Passwort ist in erster Linie ein Geheimnis. Als solches muss es zunächst gar keine besonderen Anforderungen erfüllen, sondern nur eben geheim bleiben. Diese Anforderung erfüllt auch die Zeichenfolge Passwort. Da es um Security geht, haben wir aber einen intelligenten Gegner, den wir auch Angreifer nennen. Der wird alles versuchen, was ihm praktisch möglich ist und was unsere Sicherheitsmechanismen nicht verhindern. Read the rest of this entry »


Unterschätzte Risiken: De-Mail-Bürgerportale

February 5, 2009

De-Mail: unter diesem seltsamen Namen soll in Zukunft eine sichere Kommunikationsinfrastruktur zur Verfügung stehen. Das sieht zumindest ein Gesetzentwurf vor, den die Bundesregierung gestern verabschiedet hat. Betreiber sollen Unternehmen sein, beaufsichtigt vom BSI, und benutzen sollen es – vorerst freiwillig – wir alle.

Für die herkömmliche E-Mail ändert sich nichts. Zusätzlich zu dieser bewährten Infrastruktur erhalten wir aber die Möglichkeit, die ganzen selten benutzten Sonderfunktionen des Postzeitalters im Netz zu nutzen: Einschreiben, Ausweis zeigen, Porto zahlen. Ja, Porto. Was wir dafür bekommen, ist Sicherheit. Lehrbuchsicherheit, um genau zu sein, das heißt Mechanismen, die formale Probleme formal lösen. Ein realitätsbezogenes Bedrohungsmodell gibt es nicht, sondern man wird Sicherheitsmechanismen aus dem Lehrbuch zusammensetzen zu etwas, das dann vor den Bedrohungen schützt, vor denen die gewählten Mechanismen eben schützen. Was alten Männern mit Kugelschreibern eben so einfällt, wenn sie in einem Wahljahr beweisen wollen, für wie modern sie sich halten. Read the rest of this entry »