Durchsage im ICE 726, als der Zug nach wiederholten Zwangsbremsungen wieder einmal auf freier Strecke herumstand:
»Es besteht kein Grund zur Besorgnis, die Bremsen funktionieren.«
Durchsage im ICE 726, als der Zug nach wiederholten Zwangsbremsungen wieder einmal auf freier Strecke herumstand:
»Es besteht kein Grund zur Besorgnis, die Bremsen funktionieren.«
Kann mir jemand sagen, ob ich das möchte? Oder weiß wenigstens jemand, unter welchen Umständen so eine Meldung typischerweise zustandekommt? Der Text klingt ein wenig schräg, und der Hilfe-Button ist nur Dekoration.

Der eine oder andere dürfte es mitbekommen haben. Tom DeMarco, dem wir die Manager-Faustregel: “You can’t control what you can’t measure.” verdanken, macht einen Rückzieher. An Software Engineering will er nicht mehr so recht glauben, und an Metriken auch nicht. In seinem Artikel Software Engineering: An Idea Whose Time Has Come and Gone? erläutert er seinen Sinneswandel unter anderem an diesem Beispiel:
»Imagine you’re trying to control a teenager’s upbringing. The very idea of controlling your child ought to make you at least a little bit queasy. Yet the stakes for control couldn’t be higher.
(…)
Now apply “You can’t control what you can’t measure” to the teenager. Most things that really matter—honor, dignity, discipline, personality, grace under pressure, values, ethics, resourcefulness, loyalty, humor, kindness—aren’t measurable.«
Von der Vorstellung, wir könnten ausgerechnet in der IT-Sicherheit Risiken anhand von Metriken steuern, sollten wird uns schnell verabschieden. Zusätzliche Unbekannte und Rückkopplungen vereinfachen das Problem sicher nicht.
Ach ja, und hört nicht auf Gurus.
Manche Behörden zeigen ihre Bürgernähe, indem sie dem Bürger möglichst fern bleiben, und das ist gut so. Der Zoll gehört gewiss dazu:
Sehr professionell produziert, könnte glatt in Funk und Fernsehen laufen:
(Oliver Kels, via noch ein Markus)
»Es gibt eine Paradoxie im Wohlergehen der Menschheit: Das Wohlergehen der Menschheit beruht auf einer wirklichen Wachsamkeit gegen eine Menge Gefahren, aber das Wohlergehen vernichtet auch die Wachsamkeit. Die Freiheit wird leicht zu etwas Selbstverständlichem.«
(Karl R. Popper im Spiegel-Interview, April 1992, abgedruckt in: Karl Popper, Alles Leben ist Problemlösen, Piper Verlag)
»Mr Pelling said: “It is pleasing to see just how vigilant our police is at these times of heightened international political tension and the risk of terrorism here at home.
“I am glad my stop and search account as a white, middle-aged male shows that anyone can be suspected of, and questioned about, terrorism, regardless of race, creed or colour.«
(Your Local Guardian: Andrew Pelling MP stopped by cops for taking pictures of East Croydon cycle path, via Crap Cycle Lanes of Croydon)
Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Wenn mir einmal im Monat aus meiner Wochenzeitung das evangelische Magazin chrismon entgegenfällt, blättere ich es ohne besondere Erwartungen durch. So werde ich nie enttäuscht, aber zuweilen überrascht. Wie Christen ticken, habe ich zwar noch nicht verstanden, aber immerhin gelernt, was Gottvertrauen ist. Öllampen aus Getränkeflaschen zu bauen, zum Beispiel, wie man es als Basteltipp empfahl, denn das ist nur dann eine gute Idee, wenn man nicht befürchten muss, dass jemand versehentlich daraus trinke. Mit Gottes Hilfe wird es schon gelingen.
Diesmal aber haben sie mich ehrlich überrascht: mit einer kräftigen Polemik von Norbert Bolz gegen die Angstindustrie. Er ist weder zimperlich noch politisch korrekt, schreibt von Angstreligion und grüner Bewusstseinsindustrie, verweigert mahnenden Wissenschaftlern und anderen selbsterklärten Weltrettern den vorauseilenden Respekt, sieht eine Religion des Sorgens und Schützens mit dem Gottesdienst der Vorsorge und der Sicherheit. Dieser Text bereitet Vergnügen. Gewiss, es ist vor allem Marketing: über Konkurrenz waren Religionen noch nie erfreut. Aber nichts daran ist spezifisch christlich bis auf vielleicht das Gottvertrauen, das man aber unkompliziert durch andere Formen der Entspannung ersetzen kann. Man kann sich hier also ein paar Argumente pflücken oder das bestätigt sehen, was man vielleicht selbst schon gegen Angstmache eingewendet hat.
8.2.5.5 PARTIES Partition
Start of informative comment
The PARTIES Partition is a hidden partition on the hard drive that BIOS can use for additional storage space and as a virtual drive. In the PARTIES Partition, there is a small section called the BEER. Prior to turning control over to the PARTIES Partition, the BIOS must measure the BEER area into PCR[5].
The partition that is booted to in the PARTIES Partition must also have the initial IPL image code measured into PCR[4] prior to turning control over to this code.
End of informative comment
When executing, this is treated as IPL Code including the measurement of it even if the binary image is already measured into PCR[0].
(According to Google, this seems to be there at least since 2003.)
Zwei sehenswerte Vorträge:
Der Mann hat es verstanden, aber das ist ja nichts Neues:
»Im Ernst: Ich bin einfach für Zahlen. Also: Es sterben nicht genug Deutsche, das schreibt ja auch die Frankfurter Rundschau, unser Rentensystem ist in Gefahr. Also frag ich mich: Wenn schon sterben, woran bitte? Und jetzt mal Zahlen auf den Tisch: Krebs, Herz-Kreislauf und so weiter. Aids ist zum Beispiel eine quantité négligeable in diesem Zahlenpott, hat aber unglaubliche mediale Aufmerksamkeit, weil so viele Akkordeonspieler daran erkranken.»
(Harald Schmidt: “Wenn schon sterben – woran bitte?”, Frankfurter Rundschau)
Dieses Blog unterstützt seit langem die Forderung nach nüchternen Risikoanalysen anhand sauberer Statistiken und anderen Zahlenmaterials. Solchen rationalen Betrachtungen stellen wir eine Sammlung von – oft skurrilen – Einzelfällen gegenüber, aus denen man voreilige Schlüsse ziehen könnte, aber eben nicht ziehen soll.
Wenn man ein Auto fährt, das auf der Autobahn irgendwo jenseits der Richtgeschwindigkeit automatisch das Licht anschaltet, was möchte man da in der Betriebsanleitung nicht missen? Genau, Sicherheitshinweise. Sie sollten aber doch bitte beim Thema und den Fakten bleiben. VW zeigt, wie man es nicht macht: Read the rest of this entry »
Why don’t we simply shut down terrorists?
(via Δfoxtrot)
Update: Shocking, but False, comments a TSA spokesman.
Die taz liefert wieder Feiertagslektüre zum Themenkreis dieses Blogs. Diesmal geht es um Geheimnisse und ihre Träger:
»Thomas de Maizière ist Chef des Kanzleramts und in Berlin für die Geheimdienste zuständig. Bei ihm laufen alle Informationen zusammen. Er liebt es, wenn die Regierung geräuschlos arbeitet. Wenn keiner quatscht. Über viele Geheimnisse darf er selbst seiner Familie nichts erzählen. Wie geht er damit um? (…)«
»Meine Kinder brauchen keine Polkappen. Klimaveränderung gab es schon immer! Man kann als einigermaßen aufgeweckter Mensch doch nicht glauben, man hätte Einfluss darauf. Um mich mal bei einem Großteil der Leser ganz beliebt zu machen: Wenn Sie sich mit Umwelt beschäftigen, haben Sie wirklich zu viel Freizeit.«
Der Kalender sagt, dass es ab 23 Uhr C-Radar gibt. Hoffentlich hat es keinermindestens einer nicht verpeilt.
Aus unserem Protokoll der Suchbegriffe: erich ist dumm. Das möchten wir bitte nicht noch einmal lesen.