Zeit sparen durch Visualisierung

June 22, 2008

Warum zwei Stunden vor dem Fernseher verplempern, wenn man die wesentlichen Informationen auch übersichtlich zusammengefasst erhält? So sieht ein Fußballspiel auf elpais.com aus:

EM-Spiel Portugal-Deutschland als Diagramm


In einem Wort

June 6, 2008

Oliver, Du bist dran!

May 7, 2008

UrlaubOliver [für die Leser: das ist mein stiller Co-Blogger], jetzt musst Du mal was schreiben. Ich bin nämlich verhindert, und das für länger.

Das Buch zum Foto gibt es übrigens hier und für die erste Urlaubswoche ist es genau die richtige Lektüre. In der letzten würde ich es lieber nicht lesen, das untergräbt die Arbeitsmoral nach der Rückkehr.


Weg mit den Dreckstools! (Teil 3)

March 31, 2008

Und noch eine Wortmeldung zum Thema, diesmal von Jeff Atwood, der die Sache differenziert betrachtet und sich dabei auf Bruce Tognazzini stützt. Eigentlich taugt Usability nämlich nicht für Glaubenskriege, nur die Experimente sind manchmal zu aufwändig, um sich ad hoc ein Bild zu machen. Deswegen gibt es Gurus und denen glaubt man. Weil sie Ahnung haben.


Weg mit den Dreckstools! (Teil 2)

March 21, 2008

Marcus Hammerschmitt ist nicht Don Norman, deshalb wird er nicht interviewt, sondern er schreibt selbst. Und was herauskommt, ist gut: Lob der Härte heißt sein Telepolis-Artikel und er liest sich so:

»Die Jungexperten hingegen schnitzen sich ihren Distinktionsgewinn aus der Obskurität. Je abseitiger die gewählten Betriebssystemoptionen sind, desto besser. Linux-Distributionen, die außer ihnen nur der Distributor kennt, oder BSD-Basteleien strikt experimenteller Natur rangieren hoch auf der Beliebtheitsskala. Betriebssystemgefrickel ist ihr A und O. Wenn sie nicht sechzehn sind, dann verhalten sie sich doch auffällig oft so.«

Was er schreibt, ist alles, alles richtig, und wer sich davon provoziert fühlt, der ist wohl auch gemeint.


Spaß mit dem Gebührenbeauftragten

March 5, 2008

Irgendwie warst du ja süß. Wie du hier kreuz und quer durch die halbfertige Reihenhaussiedlung liefst und ab und zu wildfremde Leute ansprachst. Hilfe wolltest du von ihnen, weil dir der Mann da hinterherlief, Zeugenaussagen und Unterstützung beim Notruf, während jener Mann den verdatterten Spielplatzomis freundlich zuwinkte. Ich hatte Spaß daran, ehrlich. Dass du nicht einfach die 110 gewählt hast auf deinem hoffentlich angemeldeten Händi, das war sehr vernünftig. (Hatten dir die Nachbarn tatsächlich die Faxnummer des Polizeireviers gegeben oder hast du dir das nur ausgedacht, um nicht anrufen zu müssen?) Ich hätte den Beamten ganz wahrheitsgemäß erzählt, dass ich dich bereits eine Weile beobachtet habe, wie du herumgelaufen seiest und Leute angesprochen hättest. Ich bin mir sicher, sie hätten dich für einen Irren gehalten und mich für einen harmlosen Spaziergänger. Doch, das war vergnüglich. Für mich jedenfalls. Aber eines muss ich hier doch noch einmal klarstellen: für gewöhnlich ist es so, dass Damen und zuweilen auch Herren mir hinterherlaufen. Und ausgerechnet für einen Vollhorst wie dich, der mich an der Tür überfiel mit der verwegenen Aussage, er solle hier »ein Fernsehgerät zumelden,« habe ich eine Ausnahme gemacht. Bin ich Unterschicht? Natürlich habe ich keinen Fernseher, Fernseher sind 20. Jahrhundert. Meine Unterhaltung ist interaktiv.


Erich experimentiert: der freie Fall

March 2, 2008

Wenn’s der Wahrheitsfindung dient, lege ich mich auch mit der gesamten Physik seit der Erfindung des Steinwurfs an. Nachfolgend dokumentiert ist der experimentelle Nachweis, dass leichte Gegenstände langsamer fallen als schwere. Als bekennender Ungläubiger bin ich selbstverständlich für alle erforderlichen Experimente gerüstet. Falls sich jemand wundert, was das soll: Hintergrund ist eine Debatte, die mit einer Diskussion über Fahrradhelme begann, sich inzwischen aber recht grundsätzlich mit der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie und dem argumentativen Wert wissenschaftlicher Veröffentlichungen beschäftigt.

Als leichten beziehungsweise schweren Gegenstand wähle ich ein Blatt Papier sowie einen handelsüblichen Jonglierball. [Just am Rande des Darmstädter Jongliertreffs begab es sich übrigens vor einiger Zeit, dass Zweifel über die hier behandelte Frage aufkamen. Die anwesenden Physiker waren jedoch in der Lage, diese Zweifel unter Verwendung eines benachbarten Hörsaals und einiger Formeln zu zerstreuen. Dazu muss man allerdings ein paar Grundlagen der Mathematik sowie die Sinnhaftigkeit der gewählten Abbildung des Problems auf die Konzepte der Mathematik glaubenakzeptieren.] Das Experiment erfordert ferner eine Waage sowie zur Dokumentation eine Digiknipse. Die Waage ist ein Familienerbstück, das mir sonst als Staubfänger dient, die Digiknipse ein Spontankauf aus dem Sommer 2005. Read the rest of this entry »


Werd nicht frech, Freundchen!

February 28, 2008

Aus unserem Protokoll der Suchbegriffe: erich ist dumm. Das möchten wir bitte nicht noch einmal lesen.


Weg mit den Dreckstools!

February 27, 2008

Don Norman im Interview auf Spiegel Online. Lest!


Was ist Uptime?

February 11, 2008

Erklärung eines Seminarteilnehmers: “Die Maschine ist müde.”


This is what normal people think

February 10, 2008
»Having been involved for years with free speech activism, I run into a lot of people in the same circles who are strong Linux advocates, apparently because the concept of “freedom of speech” is closely aligned with “making every file search as simple and stress-free as a Hamas hostage negotiation”.«

(Bennett Haselton)


Scientology legt nach

January 25, 2008

Nach dem viralen Video, das Presse und Blogger gleichermaßen gern verbreiten halfen, schließt sich jetzt ohne Medienbruch eine Runde Astroturfing an. Heise Security meldet:

»Eine anonyme Gruppe hat Scientology im Internet den Krieg erklärt. Über ein YouTube-Video verkündet die sich selbst “Anonymous” nennende Gruppe, gegenüber der Scientology-Kirche die Redefreiheit verteidigen zu wollen.«

Da werden die Scientologen aber zittern. Oder noch ein wenig an ihrer sattsam bekannten Selbstdarstellung als verfolgte Unschuld feilen. Und alles nur, weil wir uns eine ausnutzbare Angstneurose gönnen. Wer seine kurieren will: ich verleihe gern meinen Hubbard. Weiter als bis Seite 50 ist noch keiner gekommen, ohne ihn kopfschüttelnd zur Seite zu legen.


Virales Marketing

January 21, 2008

Alle schrieben sie darüber und erklärten uns den letzten Schrei: virales Marketing, Werbebotschaften, die, einmal gestreut, sich von Wirt zu Wirt weiterreichen lassen. Die Journalisten, die Blogger, sie waren so stolz darauf, alles durchschaut und verstanden zu haben. Sie waren sich sicher, jede virale Kampagne zu erkennen. Manipulierbar waren die anderen. Augenzwinkernd und selbstironisch reichten sie lustige Videos und Websites herum, stets betonend, dass es sich um virale Aktionen handelte, denn sie waren Subjekte, keine Objekte. Mit großem Tamtam enttarnten sie die Fakeblogs einer Werbeagentur, deren Plumpheit ihren hohen Verstand beleidigte. Sie waren die Avantgarde der Werbekonsumenten, gebildet, bewusst, mächtig und unbesiegbar. Doch als Scientology ein Werbevideo mit Tom Cruise in der Hauptrolle drehte, da reichten sie es alle, alle herum. Sie schrieben darüber, sie kommentierten, sie ereiferten sich, sie analysierten, die Blogger genauso wie die Journalisten. Und keiner von ihnen hatte bemerkt, dass sie gerade Teil einer viralen Werbekampagne waren.


*kicher*

January 18, 2008

Bei den Edelfedern von der staatstragenden Presse geht es gerade zu wie in der Blogosphäre.


How to Become an Early Riser

January 9, 2008

Geek pride aside: How to Become an Early Riser. Personally, I prefer the Edit Timestamp feature of WordPress.


Textverarbeitungen: benutzergerecht und effizient

January 7, 2008

Es gibt zwei Arten, anders zu sein als die anderen. Die eine besteht einfach darin, sich ein alternatives Leitprinzip, eine nicht mehrheitsfähige Führerfigur oder ungewöhnliche Prioritäten zu suchen, im Rahmen dieses selbstgewählten Alternativsystems jedoch genauso engstirnig zu handeln wie es der Mainstream in seiner grandiosen Durchschnittlichkeit tut. Die andere, beschwerlichere, aber viel interessantere ist, selbst zu denke, immer und immer wieder. Beschwerlich deshalb, weil es auf diesem Weg kaum Rast und selten Gewissheit gibt.

Der Unterschied ist nicht immer leicht zu erkennen, aber ein zuverlässiges Zeichen gibt es doch: den Versuch des Beweises durch Autorität, das Nachplappern, das Umsichwerfen mit Verweisen, kurz, die Hinwendung zur Religion, zur Heiligen Schrift als Schrift des Heils. Wo der eine Zuflucht sucht, damit das Anderssein nicht zu anstrengend wird, wendet sich der andere angewidert ab – oder zerlegt als Fingerübung die Schrift in ihre unsinnigen Einzelteile, dass dem Mainstream-Alternativen das Zitieren vergeht. Dies also will ich hier versuchen.

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Der Konvertit des Jahres 2007

December 31, 2007

Frickeln: ein Problem oder eine Aufgabe mühsam oder kleinteilig zu lösen versuchen, oft in technischer Hinsicht. (Wiktionary)

In den Foren auf heise.de gibt es seit jeher eine Fraktion, die zu jeder Linux-Meldung das Wort Gefrickel auf den Tisch legt. Die Jungs sind Trolle – aber sie haben leider Recht. Inzwischen fallen sogar iX-Redakteure vom Glauben ab, und das will etwas heißen: unter der Überschrift Xid antwortet nicht erklärt Christian Kirsch, was ihm an Linux auf den Keks geht. Es ist, man ahnt es, das unablässige Gefrickel. Wer Linux-Distributionen als Werkzeugkasten einsetzt, der muss sich unablässig mit den Werkzeugen beschäftigen, bevor er an seinen Problemen arbeiten darf, deren Lösung ihm der Computer doch eigentlich erleichtern soll.

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Farbenfroh

October 1, 2007