Man in the Middle

Man in the Middle im Real Life:

»Im Zeitraum von Juli 2008 bis April 2009 hatte er bei der Deutschen Bahn AG Jahresfahrkarten für die 1. Klasse unter fingierten Namen für existierende Großunternehmen im Raum Rüsselsheim bestellt.
(…)
In mühevoller Kleinarbeit konnten die Ermittler feststellen, dass der Einundzwanzigjährige im Auftrag der Post – als Fahrer eines Taxiunternehmens – Postsendungen an Großkunden in Rüsselsheim auslieferte. Den Zugriff auf Postsendungen vor der Auslieferung machte er sich zunutze, indem er die unter fingierten Namen bestellten Fahrscheine abfing. Auch nachfolgende Mahnschreiben der Deutschen Bahn AG fing er auf gleiche Weise ab.«

(Echo Online: Rüsselsheim. Polizei überführt Fahrkartenbetrüger; Pressemeldung der Polizei dazu)

Bevor jetzt aber jemand verschärfte Sicherheitsmaßnahmen gegen dieses offene Scheunentor fordert, der Angriff ist letztendlich gescheitert, denn man hat den Kerl geschnappt. Dem zu entgehen dürfte recht schwer sein, wenn man das krumme Geschäft nachhaltig betreibt. Man muss dazu erstens identifizierbar in der richtigen Position sitzen und zweitens die erschlichenen Fahrkarten zu Geld machen. Solange keiner einen Weg findet, dabei zuverlässig der Verfolgung zu entgehen, ist reaktive Sicherheit in Form der Polizeiarbeit und Strafverfolgung ausreichend.

5 thoughts on “Man in the Middle

  1. Kommt drauf an, ob Anzeigesteller und Schadenswert Polizei und Post für Ermittlungen reichen. Juweliersendungen werden sehr gerne zwischendurch geöffnet. Ein Brief für mich wurde auch mal geplündert. Die Diebe haben Schlüsselringe erbeutet. (Waren bei mir vor Ort gerade nirgendwo zu kaufen.)
    Gut, ich habe keine Anzeige erstattet.
    Aber es scheint doch häufiger zu sein, als man glaubt.
    Kann man Juwelliersendungen per Post eigentlich überhaupt noch gegen Diebstahl versichern?

    1. Kann man Juwelliersendungen per Post eigentlich überhaupt noch gegen Diebstahl versichern?

      Ich würde mir in diesem Fall mehr Gedanken darüber machen, wie die Empfängerin auf diese unpersönliche Art der Übergabe reagiert.😛

          1. In jeder besseren Enkaufsmeile. Bei hochwertigem Schmuck gehört es zum Service, daß der Juwellier Reparaturen und Anpassungen übernimmt. Dann müssen die Klunkern oft durch die ganze Republik geschickt werden, weil man sowas doch am allerliebsten auf Ausflügen und im Urlaub kauft.
            Die meisten Sachen sind Ringe, die dem Wohlstand auf Dauer nicht gewachsen waren, sowie Änderungen und Reparaturen an teuren Ketten und Ohrringen.

            Hab ich mir sagen lassen.😉

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