Wahlmaschinen als politische Waffe

Auf die tatsächliche Manipulierbarkeit von Wahlgeräten kommt es manchmal gar nicht an. Als Argument in politischen Auseinandersetzungen genügt schon die Möglichkeit:

»Can Nevada Voters Trust Union-Run Voting Machines?

A conservative watchdog group is calling on Nevada officials to intervene to ensure SEIU workers who operate one county’s voting machines don’t skew the results to boost their endorsed candidate, Senate Majority Leader Harry Reid.

A contract between SEIU Local 1107 and Clark County — where voting glitches were reported Tuesday — makes the SEIU the sole union representative for, among other professions, voting machine technicians.

Nevada SEIU spokesman Nick Di Archangel called the suggestion that SEIU or its technicians would manipulate voting machines “absolutely false.”

But Americans for Limited Government called the union agreement “positively outrageous” considering SEIU’s political stake in the race. ALG has urged the U.S. Marshals, the state attorney general and the U.S. attorney’s office to step in to uphold the integrity of the election.«

(FoxNews.com: Watchdog Warns SEIU Contract for Nevada Voting Machines Poses ‘Fraud’ Concern)

Daraus kann sich schnell ein unübersichtliches Gestrüpp aus Behauptungen und Gegenbehauptungen entwickeln, die sich alle nicht überzeugend widerlegen lassen. Sind amerikanische Konservative gewerkschaftsfeindlich? Na klar! Aber impliziert dies, dass diese Kommunisten sich nicht an den Geräten vergreifen? Natürlich nicht!

One thought on “Wahlmaschinen als politische Waffe

  1. Das Gestrüpp löst sich ganz schnell in Luft auf, wenn man ein Wahlsystem verwendet, das so konstruiert ist, daß es offenbar keine Sicherheitslücken hat, und nicht etwa so, daß es nur keine (allzu) offenbaren Sicherheitslücken hat. Ganz old-school, mit Papier und so, zum Beispiel.

    Was natürlich nicht im Interesse der Gewerkschaft wäre. Gerade jetzt, wo sich die SEIU quasi ein Monopol gesichert hat.

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