Schützt unsere Jugend erst mal vor ihren Lehrern

Waren das vielleicht gar keine Nerds, die uns die abstrakte Schneeballschlacht bescherten, sondern Pennäler, die ihre übervorsichtigen Lehrer öffentlich auslachen? Dieser Zettel hing ungefähr hundertfach in der Schule, die ich am Abend zwecks Teilnahme an einem VHS-Kurs besuchte:

Was geht in so einem Lehrerkopf vor, während die Hände das aufhängen? Oder vorher schon, wenn der erste Gedanke bei Schneefall der ans Aufhängen einer Angstklausel ist? Vermutlich denkt er vor allem an sich selbst: bloß nicht schuld sein, wenn etwas passiert. Wen kümmert schon der Realitätsbezug, wenn es darum geht, sich durch die Schaffung einer günstigen Aktenlage abzusichern.

Man beachte auch, obwohl hier völlig off-topic, wie die rituelle Genderei aus unseren Kindern zunächst Schülerinnen und Schüler, inzwischen jedoch »SuS« gemacht hat. Ihr habt doch alle einen Klaps. Und wir sollen für den Jugendschutz zwischen sechs und zehn kein Internet mehr senden?

3 thoughts on “Schützt unsere Jugend erst mal vor ihren Lehrern

  1. dass der schul-leiter auch noch solche idioten-floskeln einbaut hat doch schon ausreichend die jämmerlichkeit dokumentiert… es passt perfekt zusammen. vorauseilende willfährigkeit und verantwortungslosigkeit.
    gibt es eigentlich schon ein buch über diese floskeln -ähnlich wie damals das “LTI” von Viktor Klemperer?

  2. Tja, was geht in so einem Schulleitungskopf wohl vor? Ganz einfach die Erinnerung an den letzten Vorfall, als Kinder Kindisches getan haben und dabei verunfallt sind, wie es nuneinmal ab und an passiert… leider hält das überbehütende Eltern dann nicht vor Regressklagen und Dienstaufsichtsbeschwerden ab, weil irgendwer muss ja Schuld sein. Und dagegen will eine Schulleitung sich und das Kollegium verständlicherweise schützen.

    Wende dich also lieber an die routinierten Prozess-Eltern mit deiner Entrüstung.

    1. Mag sein, dass es solche Eltern gibt. Um sich vor ihnen zu schützen, müsste man dann aber umfassender beschildern. Schneebälle und Rutschbahnen machen nur einen kleinen Teil des Risikos aus. Wer diese spezifische Variante eines allgemeineres Problems behandelt, hat wenig gewonnen.

      Vernünftig wäre es, solche insgesamt kleinen Risiken als Organisation einfach zu tragen und dafür Rücklagen zu bilden.

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