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Platzt die Ökoblase bald?

Vor zehn Jahren platzte die Dotcom-Blase. Dass es dazu kommen musste, war aufmerksamen Beobachtern schon länger klar. Zu grotesk waren die börsennotierten Geschäftsideen. Heute sieht es so aus, als drohte der Ökowirtschaft ein ähnliches Schicksal. Ökowirtschaft, das ist der Handel mit virtuellen Produkteigenschaften und Wirtschaftsgütern. Virtuelle Produkteigenschaften sind solche, die  man einem Produkt ohne Kennzeichnung nicht ansieht: Biomilch, Ökostrom, ohne Gentechnik hergestellter Zucker. Produkte mit diesen virtuellen Eigenschaften lassen sich anscheinend teurer verkaufen als identische Produkte ohne sie. Deshalb gibt es im Supermarkt neben dem Obst aus der Kiste auch noch sorgfältig eingepacktes Obst mit einem Biosiegel drauf. Ein wenig Verpackungsmüll muss man der Umwelt zuliebe schon hinnehmen.

Virtuelle Produkteigenschaften sind eine Einladung zum Geldverdienen. Dazu muss man lediglich das gewöhnliche Produkt nehmen, und ihm die gewünschte Eigenschaft verleihen, was nichts weiter erfordert als eine Deklaration. Wenn das jemand allzu deutlich zeigt, gilt es allerdings als Skandal, denn das macht den Markt kaputt.

Noch einen Schritt weiter gehen rein virtuelle Produkte, zum Beispiel CO2-Zertifikate. Das sind Produkte, bei denen sowohl die Herstellung als auch die Verwendung rein deklarativ erfolgen. Das Produkt ist eine bloße Behauptung, wird aber gehandelt, als sei es real. In Ecuador hat man dieses Konzept offenbar richtig verstanden. Man bietet dem Ausland an, vorhandenes Erdöl gegen Geld im Boden zu lassen. Viel verrückter geht es nicht mehr, deshalb prognostiziere ich, dass die aufgeblasene Ökowirtschaft bald ein Ende haben wird.

Unterschätzte Risiken: Atomkriege

Atomkriege sind schlecht für … die Ozonschicht:

»A limited nuclear weapons exchange between Pakistan and India using their current arsenals could create a near-global ozone hole, triggering human health problems and wreaking environmental havoc for at least a decade, according to a study led by the University of Colorado at Boulder.«

(Regional Nuclear Conflict Would Create Near-global Ozone Hole, Says Study)

Schon wieder: Sicherheit in der Werbung

Indien hat zwar gerade nicht so viel Internet, macht aber dennoch mit Werbung auf sich aufmerksam:

ibibo ad

Schön, dass ihnen Sicherheit wichtig ist, aber eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass ich wenigstens über die Originalkopie meiner Daten die Kontrolle behalte.

Im übrigen fühle ich mich jetzt ganz und gar nicht sicherer, sondern ich frage mich vielmehr, ob ich dieses Banner nicht vielleicht nur deshalb sehe, weil ich mich vorhin in einem indischen Blogkatalog herumgetrieben habe. Kann aber nicht sein, wie sich nach kurzem Nachdenken herausstellt, denn das war auf einem anderen Computer. Oder kann es doch? Vielleicht will ich es so genau lieber gar nicht wissen.